WILLKOMMEN

Geschichte und Selbstverständnis

Nach ihrer Gründung 1988 nach dem Vorbild der Christlich-Islamischen Gesellschaft (Sitz Köln) war die Christlich-Islamische Gesellschaft Pforzheim (CIGP) unmittelbar an der Gründung von Dialoggruppen beteiligt, so in Mannheim, Karlsruhe, Sindelfingen, Villingen-Schwenningen, ...

Bald danach entstand der Gedanke, die Gruppen untereinander zu vernetzen und sich ein Forum des Gedanken- und Erfahrungsaustauschs zu schaffen. Unterstützt dabei wurde sie von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg (ACK). In Anlehnung zu dieser gab sich das Forum den Namen "Islamisch-Christliche Konferenz (ICK)".

Am 25. Juni 1995 kamen in Karlsruhe St. Stephan erstmals Vertreter der Gruppen aus Karlsruhe, Pforzheim, Wertheim ("Frankenland") und Villingen-Schwenningen zusammen, beschlossen die Namensgebung und folgende Organistionsform:

  1. Die ICK soll keinen vereinsrechtlichen Status haben, um keine aufwendigen Strukturen zu schaffen.
  2. Damit entfällt die Erstellung einer Satzung, Wahlen, Erhebung von Mitgliedsbeiträgen usw.
  3. Es soll der gesamte süddeutsche Sprachraum eingeladen werden.
  4. Die ICK versteht sich als freies Forum der Dialoggruppen und -projekte in Partnerschaft mit der ACK, Kirchen- und Moscheegemeinden sowie islamischer Organisationen und Verbände.
  5. Es soll jeweils ein Christ und Moslem aus den Gruppen als deren Vertretung teilnehmen.
  6. Es sollen drei Treffen im Jahr stattfinden, deren Termine einvernehmlich festgelegt werden.
  7. Der Tagungsort soll sich nach der Gruppe richten, welche die Tagung ausrichtet. Das heißt, die Tagungsorte wechseln.
  8. Nach außen soll die ICK durch einen gewählten christlichen und islamischen Gläubigen vertreten werden, die sich "Sprecher" nennen.

Die meisten seither entstandenen über 30 Dialogkreise haben von der ICK Impulse und/oder Starthilfe erhalten. Einige kommen regelmäßig wie die Fokolar- und Hizmetbewegung, andere gelegentlich, wieder andere gibt es inzwischen nicht mehr. Freundschaftliche Kontakte werden gepflegt in andere Bundesländer, Österreich und ins Elsass sowie in die Türkei, zum Familienbund der Erzdiözese Freiburg, der Gemeinschaft St. Egidio und dem 2003 gegründeten Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs (KCID).

Nach einigen Tagungen in Karlsruhe und Pforzheim hat sich die ICK einvernehmlich auf die Evangelische Begegnungsstätte Pforzheim-Hohenwart (heute Hohenwart-Forum) als ständigen Tagungsort geeinigt. Ausschlaggebend dafür waren die zentrale Lage und der gute Service. Allerdings musste pro Teilnehmer/in eine Tagungsgebühr von 30 Euro entrichtet werden. Diese kam zunächst der CIGP zugute, die als Ausrichterin fungierte, eventuelle Defizite und Überschüsse sowie die gesamte finanzielle und organisatorische Abwicklung übernahm. Zur Entlastung erhielt die CIGP vom Bistum Rottenburg-Stuttgart einen Geldbetrag überwiesen. Eine weitere Entlastung erfolgte später durch die ACK Baden-Württemberg, welche pro Tagung 50 Euro übernahm und mit der Begegnungsstätte Hohenwart unmittelbar abrechnete. Ferner beauftragte die CIGP für die Konferenzen Fördermittel über das katholische Bildungswerk. Für den Tagungsbeitrag stellte die CIGP Quittungen und Bescheinigungen aus, sodass der Betrag bei der Dienststelle oder dem Finanzamt geltend gemacht werden konnte.

Die steigenden Tagungskosten, die nicht oder sehr schwer von den meist ehrenamtlischen Teilnehmern getragen werden konnten, führten dazu, den Tagungsort aufzugeben und einen kostengünstigeren Tagungsort zu suchen.

Man einigte sich auf die Bruder-Klaus-Begegnungsstätte Pforzheim. Für deren Benutzung fielen insgesamt 50 Euro pro Tag an, die an die Gemeinde über die CIGP zu entrichten sind. Nun entfiel der Zuschuss der ACK, da keine direkte Rechnungserstellung erfolgte. Der Zuschuss des Bistums Rottenburg-Stuttgart blieb erhalten, sodass der gewohnte Ablauf mit Empfangsimbiss, Kaffee, Tee, Getränken, Mittagessen (auf Bestellung individuell zu zahlen), Nachmittagskuchen aufrechterhalten werden konnte. 2016 wurde diese Entscheidung sowie die Sprecher Klaus Holz und Hossein Fatimi per Abstimmung bestätigt.

Seit dem Ausscheiden der Sprecher aus dem Vorstand der CIGP im Jahr 2015 war es immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen CIGP und ICK gekommen. Diese führten zu der Überlegung die Organisation der ICK von der CIGP zu emanzipieren und selbst zu übernehmen. Als finanzielle Grundlage wird der Zuschuss der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Höhe von 500 Euro als ausreichend erachtet, da ein kosten- und verkehrsgünstiger Tagungsort in Aussicht ist.

Straubenhardt/Pforzheim im Dezember 2016

gez. Klaus Holz

Quellen:

  • eigene Dokumente
  • Broschüre der ACK BW "Christen begegnen Muslimen, Eine Handreichung", Stuttgart 2008, Seite 7f